Natürlich Düngen, wie geht das?

Warum Düngen wir?

Pflanzen, Kräuter, Blumen, Sträucher benötigen Wasser, Licht und Nährstoffe aus dem Boden, damit sie wachsen und gedeihen. Über die Wurzeln ziehen sie sich ihre Nahrung aus der Erde. Deshalb ist ein nährstoffreicher Boden eine wichtige Grundlage für einen fruchtbaren Garten. Wenn das Beet angelegt wird bzw. für die kommende Gartensaison vorbereitet wird, muss für eine gute Erde gesorgt werden.
Wir empfehlen die Beete zur Vorbereitung auf die kommende Saison am besten schon im Herbst vorzubereiten. Die Erde kann dazu mit gut gereiftem Kompost oder einfach mit fertiger Bio-Erde (Link zu den Erden) vermengt und aufgefrischt werden. Das sorgt wieder für einen fruchtbaren Boden. Über die Zeit hinweg, laugen die heranwachsenden Pflanzen die Nährstoffe im Boden aus., um die schwindenden Bodenvorräte wieder aufzufüllen, wird daher nachgedüngt. Die Düngung sorgt für Nährstoffe, die das Wachstum und das Immunsystem der Pflanzen verbessern und liefert, je nach Dünger, Biomasse für die Mikroorganismen nach, die für die Zersetzungsprozesse im Boden sorgen.

Wann wird gedüngt und wieviel ist genug?

Gedüngt wird meist im Herbst oder im Frühjahr. Wenn das Beet nicht bereits im Herbst mit einer Schicht Kompost bedeckt wurde, welche das Beet langsam und tiefgründig anreichert, eignet sich die Beetvorbereitung im Vorfrühling für eine intensivere Düngung. Am Beginn der Gartensaison benötigen die Pflanzen mehr Nahrung. Sobald es in die Reife geht oder sich das Wachstum wieder verlangsamt, kann die Nachhilfe reduziert werden. Grundsätzlich wird beim Nährstoffbedarf von Pflanzen zwischen Stark-, Mittel-, und Schwachzehrern unterschieden und dementsprechend gedüngt.

Wichtig ist aber auch den Boden nicht zu überdüngen, das würde wiederum die Pflanzengesundheit beeinträchtigen und Schädlingsbefall, sowie Krankheiten fördern. Um das zu verhindern, kannst du dich einfach am Nährstoffbedarf der Pflanzen und den Herstellerangaben orientieren. Ab Oktober, wenn der Garten Winterfest gemacht wird, kann aufs Düngen auch verzichtet werden. Ausnahmen bilden die Pflanzen auf deiner Fensterbank und die Kräuter in deinem Küchengarten. Die werden bei Bedarf das ganze Jahr über gleichmäßig gedüngt.

Welcher Dünger eignet sich?

Beim biologischen Gärtnern wird besonders darauf geachtet welches Düngemittel eingesetzt wird. Generell bietet sich natürliches, organisches Material wie Pflanzenkompost, tierischer Mist oder Insektendünger an. In trockener und fester Form wird der Dünger mit einem Rechen oder einer Hacke behutsam in den Boden eingearbeitet und dann mit dem Gießen oder durch Regen verfügbar.
Flüssige Dünger wie Brennnesseljauche werden gleich beim Gießen ausgebracht, in der Regel verdünnt. Ausgezeichnete biologische Dünger lassen sich auch recht einfach selbst herstellen, wie Regenwurmhumus oder Brennnesselsud. In diesem Buch findest du dazu viele tolle Ideen.

Anleitung für selbstgemachte Brennnesseljauche:

Für den Sud bzw. Jauche werden 1kg Brennneselblätter zerkleinert, in 10 Liter Wasser getränkt und umgerührt. Um den unangenehmen Geruch, der durch die Gärung entsteht, zu mildern, kannst du Gesteinsmehl hinzufügen. Alternativ kann auch Lehmerde verwendet werden. Das Gefäß wird mit einem luftdurchlässigen Jutesack abgedeckt. Der Sud zieht für ca. zwei Wochen und soltle einmal täglich umgerührt werden. Sobald keine Blasen aufsteigen, ist die Jauche bereit zum Düngen.

Tipp: Brennnesseljauche eignet sich wunderbar als natürliches Blattlausmittel.

Natürliches Düngemittel selbst herzustellen erfordert dennoch Zeit und Aufwand. Es gibt aber bereits großartige umweltfreundliche Alternativen zu kaufen.

Wir empfehlen:

Tenefert Bio-Mehlwurm Dünger: Dabei handelt es sich um einen milden Insektendünger aus Mehlwurmkot, der einfach ins Gießwasser gemischt werden kann und beim Gießen ausgebracht wird. Er bringt viele Nährstoffe zurück in den Boden, regt die Mikroorganismen an und fördert das Immunsystem der Pflanzen durch das enthaltene Chitin. Es besteht keine Gefahr der Überdüngung, da dieser Dünger sehr mild und ausgewogen ist und sich daher in allen Gartenbereichen gut anwenden lässt.

Biohof-Fraisl Naturdünger Pellets: Dieser Universaldünger besteht aus fermentiertem Hühnertrockenkot aus kontrolliert biologischer Tierhaltung, der mit Lava Tuff, Steinmehl und effektiven Mikroorganismen angereichert wird. Durch das Herstellungsverfahren werden Schärfe, Hitzigkeit und Gestank abgebaut. Dadurch entsteht ein Naturdünger mit ausgewogener Wirkung. Die Düngerpellets können zum Beispiel beim Setzen von Tomaten einfach in jedes Pflanzloch verteilt werden.

Vollschaf Düngerpellets: Diese Düngepellets bestehen zu 100% aus unbehandelter Rohwolle, die so im komprimierten Zustand besser transportiert und ausgebracht werden kann als Schafwolle. Die Pellets sind ein universeller Langzeitdünger, der ebenso die Wasserspeicherfähigkeit verbessert und den Boden auflockert. Durch den leicht basischen pH-Wert vermindert der Schafwolldünger auch eine Bodenversauerung.

Erfahre mehr rund übers natürliche Gärtnern.


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