Pflanzanleitung für Sträucher und Bäume

Pflanzanleitung für Sträucher & Bäume – so geht’s

Sträucher und Bäume einpflanzen ist keine Hexerei, mit diesen Tipps und Tricks gelingt es jedenfalls. Weitere Infos zu den jeweiligen Pflanzen und Sorten findet ihr auf unseren Produktseiten und Etiketten.

Vorbereitung

Arbeitsgeräte für den GartenDie beste Zeit, um Sträucher und Bäume zu setzen, ist in der Regel im Spätsommer und Herbst, so haben sie Zeit bis zur nächsten Saison, feine Wurzel zu bilden und können damit Wasser besser aufnehmen. Viele Pflanzen können auch im Frühjahr eingesetzt werden, du musst dann allerdings im ersten Jahr mehr gießen.

Folgende Utensilien werden fürs Einpflanzen benötigt: Spaten, Schaufel, Wasser gehören zur Grundausstattung, optional werden auch eine Grabgabel und Axt oder Hacke für starke Wurzeln gebraucht, ein Handerdbohrer bei größeren Pflanzen bzw. sehr dichter Erde. Wir empfehlen dir auch Stützstäbe und Schnur zum Anbinden, Komposterde, Hornspäne und ev. Spezialerde je nach Pflanze bereit zu halten.

Der Wurzelballen der Pflanze wird am besten vor dem Einpflanzen noch einmal gut gewässert.

Ein Pflanzenschnitt vor dem Einpflanzen dient zum Ausgleich der Wurzelmasse zur oberirdischen Pflanze und regt Wachstum und Verzweigung an. Wie man hierbei vorgeht ist von der jeweiligen Pflanze abhängig und kannst du am besten in unserem Blog oder einem Fachbuch nachlesen.

Wichtig: wenn nicht sofort gepflanzt wird, die Pflanze feucht halten und nicht mehr als ein paar Tage an einem kühlen und schattigen Ort lagern.

Standortwahl

Wer ganz genau wissen will, ob der Boden im eigenen Garten für die Wunschpflanze geeignet ist, macht am besten eine Bodenprobe. Das ist vor allem für Bäume relevant, bei kleineren Sträuchern kann der Boden bei Bedarf auch noch kleinräumig angepasst werden, indem etwa Sand oder Spezialerde untergemischt wird. Um sagen zu können wie viel Sonne, Regen und Wärme ein Standort bekommt kann man selbst beobachten oder auch eine Onlinekarte zur Hilfe nehmen, damit kann auch über den Jahresverlauf verglichen werden. Es ist allgemein hilfreich zu beobachten welche anderen Pflanzen in der Nähe bereits gut gedeihen oder sich in der Nachbarschaft schlau zu machen.

Der Platzbedarf der Pflanze muss auf jeden Fall in der Planung berücksichtigt werden, sowohl der Pflanzabstand als auch die Höhe der Pflanze im ausgewachsenen Zustand. Besonders ein Baum kann ab einer gewissen Größe das Mikroklima und den umliegenden Bereich im Garten stark beeinflussen, besonders was Licht und Wasser betrifft. Ebenso gibt es Unterschiede beim Wurzelwachstum, Flachwurzler wachsen mehr seitlich, Tiefwurzler aber vor allem in die Tiefe. Viele Sträucher und einige Busch- oder Spalierbäume sind auch für Balkongarten oder Topfkultur geeignet.

Die richtige Pflanze wählen

Neben den Standortbedingungen, wie Boden, Klima oder Platzbedarf, gilt es auch andere Auswahlkriterien zu berücksichtigen: Welche Pflanze will ich überhaupt im Garten haben, eine Nutzpflanze oder eine Zierpflanze? Was finde ich schön, was schmeckt mir? Was ist ökologisch wertvoll und sinnvoll? Wie hoch ist der Pflegebedarf?

Bodenvorbereitung

Häufige Probleme sind steinige, sandige oder verdichtete Böden (z.B. nach Bauarbeiten). Verdichtete Böden können zu Staunässe, Fäulnis oder Problemen beim Wurzelwachstum führen und sollten vor dem Pflanzen tiefgründig mit Spaten oder Grabgabel gelockert werden. Es ist auch generell zu empfehlen die Erde im Pflanzloch aufzulockern. Ob das Wasser danach ausreichend abfließen kann, kannst du einfach testen, indem du einen Kanne Wasser in das Loch gießt.

Wenn man beim Ausheben auf Wurzeln stößt, sollte man diese möglichst entfernen, bei sehr großen Wurzeln ist es besser eine andere Stelle zu wählen. Schließlich sollte noch, je nach Ansprüchen der Pflanze, reifer Kompost, Pflanzerde oder Hornspäne ins Loch untergemischt werden.

Einpflanzen Schritt-für-Schritt

  • Das Pflanzloch wird 2-3 mal so groß wie der Wurzelballen ausgehoben, die Pflanze dabei nicht tiefer setzen als vorher. Wenn der Wurzelballen sehr dich ist, diesen auch noch etwas auflockern. Vor dem Setzen auch das Loch tiefgründig lockern und testen ob Wasser absickern kann.
  • Das Pflanzloch mit frischer Erde (gemischt mit Kompost oder Spezialerde, je nach Pflanze) auffüllen, bis die richtige Höhe erreicht ist, sodass die Pflanze mit der Oberkante abschließt. Nun die Pflanze einsetzen und seitlich weiter auffüllen, dann leicht rütteln, um Hohlräume zu füllen. Wenn das Loch befüllt ist, noch einmal leicht andrücken. Nicht zu fest drücken, da hier die feinen Wurzeln beschädigt werden. Keinesfalls mit dem Fuß festtreten.
  • Nun kann noch ein Gießrand um das Pflanzloch aufgeschüttet werden, der dafür sorgt, dass das Gießwasser in die Mitte zur Pflanze fließt. Am besten wird gleich ein paar Mal gut eingegossen, damit sich die Wurzeln gut mit der Erde verbinden.
  • Abschließend kann noch alles mit etwas Mulch abgedeckt werden, um vor Austrocknung zu schützen, z.B. mit abgelegener Rindenmulch, Grasschnitt, Stroh oder Elefantengras.
  • Pflanzpflock: größere Sträucher und Bäume brauchen anfangs einen Stützpflock, damit sie ungestört anwachsen können. Dieser sollte auf der Hauptwindseite eingeschlagen werden, dann einfach mit einem breiten, dehnbaren Band (zb. alte Strumpfhose) mit faustbreitem Abstand locker mit der Pflanze verbinden. Oder ein Seil in Achterschlaufe anbinden, die Schlaufe abschließend mehrfach umwickeln und das Ende abbinden.

Schutz gegen Rasenmäher

Kleine Pflanzen können mitunter noch dem Rasenmäher zum Opfer fallen, das kann mit einer Markierung oder einem Schutzgitter bzw. Stöcken aber leicht verhindert werden.

Schutz gegen Wühlmäuse

Ein Wühlmausgitter ist eine gute Investition, um die Wurzeln in den ersten Jahren zu schützen, der Wurzelballen wird bei der Pflanzung einfach damit umwickelt. Nach einigen Jahren verrostet und zersetzt das Gitter sich schließlich und behindert das spätere Wachstum nicht mehr.

Das richtige Werkzeug gibt es hier »


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