Zum nachhaltigen Garten in 5 Schritten – für Anfänger

Was macht einen Garten wirklich nachhaltig? Das ist die Frage, die sich jede*r Gärtner*in stellen sollte. Ein nachhaltiger Bio-Garten kommt ganz ohne Pestizide aus und ist gleichzeitig wassersparend.

1. Nein zu umweltschädlichen Schädlingsbekämpfungsmittel

Der erste wichtige Unterschied zwischen einem Bio-Garten und einem konventionellen Garten ist der Einsatz von Chemikalien. In einem natürlichen Garten brauchst du keine chemischen Herbizide, Spritzmittel oder Dünger. Es werden organische Insektizide verwendet, wie zum Beispiel:

  • Kieselgur
  • Knoblauch-spray
  • Bittersalz
  • Scharfes Pfefferspray

Umweltfreundliche Düngemittel und organische Nährstoffe findest du hier!

2. Kompost herstellen

Anstatt organischen Haushaltsmüll in den Restmüll zu werfen, sammle den Bioabfall doch lieber auf dem Kompost und stelle so natürlichen Humus eigens her, deine Pflanzen werden es dir danken. Umweltbewusste Gärtner*innen unterstützen den Boden nicht mit giftigen Zusatzstoffen, sondern fördern Würmer, die sich durch die Erde graben und den Boden aufwühlen. Deshalb kommen hierbei natürliche Mittel und eigener Kompost zum Einsatz! Die Erzeugung von eigenem Kompost klingt für Anfänger vielleicht nach Zukunftsmusik, es ist aber ganz einfach. Wie das geht haben wir in diesem Blog für dich zusammengefasst.

Suchst du den richtigen Kompostierungspartner? Wirf einen Blick auf unsere Wurmkisten!

3. Recycling und Upcycling im Garten

Du hast bestimmt schon mal Bohnen gesehen, die sich entlang einer Ranke räkeln und strecken. Im Baumarkt erhält man bereits vorgefertigte Ranken, aber es gibt wunderbare DIY Lösungen, für die können vorhandene Gegenstände wie abgebrochene Besenstiele, Stöcke, überflüssige Äste, Rohre recycelt werden können.

Alte Gießkannen, Töpfe dienen als Töpfe, Holzkisten können in Blumentröge verwandelt werden. Bastle deinen vertikalen Garten mit bemalten Blechdosen, die entlang einer alten Leiter befestigt werden. Auf unserem Instagram gibt es dazu ein paar Ideen. Zum befüllen der Pflanzmöglichkeiten stöbere durch unser Pflanzensortiment.

3. Die Vorteile des Regenwassers

Regenwasser ist weich, chlorfrei und adäquat temperiert, also genau richtig für deine Pflanzen. Außerdem ist es kostenlos. Du kannst es in einer Regentonne sammeln, die du an einem schattigen Ort platzierst. Ein Deckel schützt das gesammelte Wasser vor Stechmücken, die ihre Eier dort ablegen und beschützt kleine Kinder und Tiere vom Hineinfallen. So kann das Wasser auch nicht all zu schnell verdunsten.

4. Bienen und Schmetterlinge sind unsere hilfreichen Gefährten

Obst und Gemüse ernten wir nur, wenn die zahlreichen Blüten von Bienen bestäubt wurden. Deshalb empfiehlt es sich den Garten Bienenfreundlich zu gestalten. Klar, möchten wir im Sommer sorgenfrei barfuss über den Rasen laufen, deshalb mähen wir blühende Blümchen und Klee meistens zur Gänze ab.

Tipp: Eine kleine Ecke im Garten könnte doch den ganzen Sommer über wild wachsen und als Bienenweide dienen. Außerdem, gibt es bestimmte Blumensorten und Pflanzen die Bienen anlocken, wie Brombeeren, Himbeeren, Sonnenblumen, Katzenminze, Margeriten. Dein kleines Kräuterbeet ist ein Bienenparadies wenn Lavendel, Salbei, Rosmarin, Pfefferminze und Thymian darin wuchern. Eine besonders reichhaltige Futterquelle am Frühlingsbeginn sind die Palmkätzchen, die wir für unsere Osterdeko abschneiden. Achte darauf, dass du noch genügend Äste mit Palmkätzchen mit den Bienen teilst.

Für den Bienenfreundlichen Garten haben wir eine großartige Buchempfehlung.

+1 Tipp – Ein Unterschlupf für Tiere

Igel und Vögel freuen sich über Verstecke in deinem Garten und helfen dir deine Pflanzen auf natürliche Art vor Ungeziefer und Schnecken zu schützen. Der nachtaktive Igel verkriecht sich tagsüber gerne unter Bodendecken, in Gras-, Moos-, Laubhaufen oder unter Ästen. Wenn du willst, dass der Igel in deinem Garten verweilt und nicht weiterzieht, weil er auf Futtersuche ist, kannst du das Tierchen mit Obst oder Katzenfutter verwöhnen, jedoch nicht mit Brot oder Milch. In Dachrinnen nisten sich gern Schwalben ein. Amseln, Nachtigallen und Zaunkönige fühlen sich in dichten Hecken wohl, der Eichelhäher und die Buchfinken, hingegen, suchen Unterschlupf in Baumkronen. Meisen bevorzugen Nistkästen, die geschütz von Katzen platziert wurden. Das Glöckchen am Halsband ist ein super Warnsignal für die fliegenden Lebewesen.

Quellen:

Garten + Haus Magazin (März 2017.) Ein Unterschlupf für Tiere in Tipps & Praxis. In Garten + Haus Magazin.
Österreichischer Agrarverlag Druck- und Verlags ges.m.b.H., Wien
Jamie McIntosh (2020). Eine Anleitung zu 9 hausgemachten Pestiziden, die Sie in Ihrem Blumengarten verwenden können.

 

 

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